Ab ins Bolaven Plateau

Heute ging es mal wieder richtig früh los – dabei hätte ich doch so ein tolles Frühstück im Zimmerpreis dabei gehabt! Aber dafür wurde ich von einem überraschend guten Minibus abgeholt.

Unser (Frederica und Massimo, Helene und ich) Fahrer und sowie der Guide brachten uns zuerst zu einer Kaffee- und Teeplantage (dafür ist das Bolaven Plateau berühmt) und wir freuten uns schon alle auf einen heissen Kaffee! Daraus wurde dann leider nichts, es gab nur Tee… Die Kaffeebohnen werden nämlich nicht auf der Plantage selber weiterverarbeitet und somit bekamen wir auch keinen Kaffee zu trinken – Kaffeebohnen hätten wir dann allerdings kaufen können… Trotzdem war die Besichtigung ganz Interessant und der Tee war gut.

Weiter ging es anschliessend zum Tad Fan Wasserfall. Wir fürchteten bereits, dass wir den 120 Meter hohen Wasserfall nicht bestaunen können, da er bei unserer Ankunft in Nebel gehüllt war! Wir hatten aber Glück und der Nebel war für sich selbst ein Schauspiel: er kam alle paar Minuten und gab dann jeweils wieder kurz den Blick auf den Wasserfall frei.

Auch Tad Yuang Wasserfall war imposant allerdings auch sehr feucht! Zum Glück hatten wir Regenjacken dabei.

Nächster Stopp war der Paksong Markt wo wir nun endlich unseren Kaffee bekamen und für Helene drei grillierte Frösche warteten (Franzosen und Laoten haben da was gemeinsam…) Hier auf dem Markt waren wir dann gleich nochmals um unsere Jacken froh, diesmal jedoch wegen den doch recht kühlen Temperaturen.

Als nächstes machten wir in einem Ka Tu Dorf halt. Die wären eigentlich für Ihre Särge bekannt, die sie noch zu Lebzeiten anfertigen und dann unter dem Haus (das auf Pfählen steht) aufbewahren. Früher waren sie aus Holz, heute seien sie aus Beton, da dies günstiger sei. Gesehen haben wir allerdings nur zwei und ich frag mich, wie das mit der Verwesung dann genau funktionieren wird…

Die Kinder waren allerdings rechte Dreckspatzen und schockierten uns mit dem Rauchen von Pfeifen (Mädchen) und Zigaretten (Knaben). Unser Guide meinte, das sei bei “denen” normal (die Laoten schauen etwas herab auf die Minderheiten) und ich konnte mich nicht ganz dem Eindruck erwehren, dass wir Touristen da etwas Schuld daran sind (in Burma haben diese Pfeifen jeweils nur alte Frauen geraucht). Ich kann mich nach wie vor nicht für diese Besichtigungstouren in Dörfern begeistern, aber man findet fast keine Touren, bei denen so was nicht dabei ist…

Nun war es Zeit für den Lunch, der liess sich allerdings auch Zeit… Erst nach über einer Stunde bekamen wir endlich was zu essen, dabei waren wir neben vier anderen Gästen die einzigen und das Restaurant war eigentlich für Tourgruppen ausgelegt… Nach einer Stunde haben wir dann auf alle Fälle einen Anruf von unserem Guide bekommen, dass er seit 20 Minuten auf uns warten würde… Tja, es war nicht unsere Schuld…

Zur Verdauung ging es dann zum Tad Lo Wasserfall, der recht schön war aber natürlich nicht mehr so imposant wie die beiden am Morgen.

Als nächstes besuchten wir wieder ein Dorf, wobei diesmal war es nicht mehr zu “exotisch” und sie verarbeiteten gerade Erdnüsschen – auch die Kinder mussten mitarbeiten…

Zum Abschluss fuhren wir dann zum Phasuam Wasserfall der recht malerisch war und auch noch für ein paar Fotos herhalten musste.

Die Tour hat uns allen sehr gut gefallen und es war ein gelungener Tag!


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