Von Hampi nach Bangalore

Zusammen mit Tyson nahm ich nach dem Nachtessen ein TucTuc nach Hospet um von dort mit dem Nachtzug nach Bangalore zu gehen. Unser TucTuc war wohl das langsamste in ganz Hampi… Andauernd wurden wir ueberholt und langsam wurde die Zeit knapp… Eigentlich machte mir das ja keine Sorgen, welcher Zug ist in Indien schon sooo puenktlich? Mein Zug nach Bangalore… Er hatte bei Abfahrt gerade mal 2 Minuten Verspaetung! Mit dem Oldtimer-TucTuc sind wir gerade mal noch 10 Minuten frueher angekommen und somit hat es noch fuer eine Zigi und Wasser kaufen gereicht.

Da wir unsere Tickets unabhaengig voneinander buchten, waren wir natuerlich auch nicht im selben Abteil und so machten wir uns unabhaengig auf die Suche nach dem richtigen Abteil – ich landete dann im falschen :-) Gerade bevor ich mich gemuetlich einzurichten begann, wurde ich vom Zugbegleiter auf meinen Fehler aufmerksam gemacht – statt im Wagon HA1 sass ich im A1… Also wieder alles zusammengepackt und losgekettet und in den naechsten Wagon gewechselt.

Dort war ich dann auch nicht mehr alleine – zwei Herren waren schon da. Der eine war Staatsangestellter beim Transportdepartement und der andere arbeitet in der IT, baut aber seit 4 Jahren seine eigene Farm auf und moechte demnaechst ganz aus der IT aussteigen. Mit ihm war das Gespraech auch sehr interessant, auch wenn er nie richtig greifbar war. Der Herr Staatsangestellte war nicht sonderlich gespraechig und verfuegte offensichtlich ueber kein Humor…

Bald wurde es mir zu kalt (erste AC in Tagen!) und so entschied ich mich, schlafen zu gehen und mich unter der Wollendecke zu verkriechen.

Diesmal hab ich erstaunlich gut im Zug geschlafen und zum Glueck musste ich erst bei der Endstation aussteigen, wo ich dann von meinen Reisebegleiter auch geweckt wurde :-) Im Halbschlaf wieder alles Sachen zusammengepackt und raus aus dem Zug. Dort erblickte mich Tyson und gemeinsam ging es Richtung Taxi. Mit Unterstuetzung der Polizei, liess sich der TucTuc fahrer zur Benuetzung des Taxameters bewegen, was uns doch etwas Geld sparte (wir wollten den Polizisten gar nicht, aber der kam mit seinem Stock auf uns zu, da wir zu lange dort standen und diskutierten…)

Da unsere ersten zwei Versuche mit den Hotels scheiterten (ausgebucht oder massiv teuerer) liessen wir uns auf einen anderen TucTuc-Fahrer ein, der uns zu einem anderen Hotel brachte und fuer einmal war es eine positive Erfahrung! Das Hotel war gut, der Preis ist immer noch OK und er stand sogar dazu, dass er eine Provision erhalten wird :-) Und wir hatten ein Zimmer ganz in der naehe vom Barista – somit ist mein Kaffeenachschub fuer die naechsten Tage gesichert!

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