Heisse Tage in Hampi

Gleich nach dem Check-In im Hotel musste ich mit einem Angestellten des Guesthouse zur Polizei und mich dort ebenfalls registrieren – so will es die Polizei in Hampi… Wieso genau, konnte aber niemand sagen und der Polizist sah lieber weiter TV, als zu schauen, was ich da ins Buch eintrage…

Fuer die Reisefuehrer ist das ganze Prozedere aber sehr hilfreich, wissen sie so doch gleich, dass man neu im Dorf ist. Noch waehrend ich das Buch ausfuellte, wollte mir der erste schon seine Dienstleistungen anpreisen :-)

Am naechsten Morgen war es mir bereits schon nach dem Fruehstueck zu heiss und ich verschob das Sightseeing auf den Abend und verbrachte den Vormittag/Mittag im Schatten des Restaurants mit lesen. Nach 16.00 Uhr war es dann aber hoechste Zeit, um die Tempel zu ziehen und die neue Digicam Fuji Finepix F31 ausgiebig auszuprobieren! (Vielen Dank Thomas, dass Du mir die in der Schweiz besorgt und nach Goa gebracht hast!) Die Pix kommen dann spaeter nach!

Das Abendprogramm in Hampi war sehr bescheiden, um 22.00 ist Polizeistunde und ein Bier war auch nicht erhaeltlich ;-( Somit konnte ich den naechsten Tag frueh starten, war doch das Bett eh steinhart. Die erste Tour an diesem Tag startete ich zu Fuss, bewaffnet mit Kamera und einer Flasche Wasser und liess mir den Weg durch die vielen Schilder “weisen”. Schon bald merkte ich, dass die Anderen mit Karten ausgeruesteten auch nicht wirklich wussten, wo sie waren :-)

Mein Ausflug dauerte etwas laenger als angenommen und auf dem Rueckweg lernte ich dann ein junges Paaerchen aus Kanada kennen, mit denen ich den Heimweg antrat und beim “Mittagessen” weitere Reisegeschichten austauschte.

Nach dem ich mein Zugticket nach Bangalore organisiert hatte, startete ich dann meine zweite Tour des Tages, diesmal aber mit Tuctuc :-) Das war bei den Temperaturen doch angenehmer als mit dem Velo oder zu Fuss.

Am Abend traf auch Dereck aus Goa ein und gemeinsam mit den Kanadiern verbrachten wir den Abend auf der Terasse – bis um 22.00 wieder Polizeistunde war… Interessant war allerdings die Geschichte von einem der Restaurantmitarbeiter! Hampi sei bis vor einigen Monaten ganz anders gewesen: Bier war erhaeltlich, Fleisch durfte gegessen werden, man konnte die warmen Naechte auf dem Dachrestaurant verbringen… Aber dann kamen die Taliban und Al Quaida und nun sei alles anderst! Verstanden hab ich das bis jetzt alles noch nicht, aber ev. war es in Hampi einfach zu heiss… ;-)

Am letzten Tag wollte ich eigentlich mit Dereck noch die andere Seite des Flusses und die dortigen Tempel erkundigen, aber irgendwie war es uns beiden wieder zu heiss und auch Tyson (Zimmernachbar von Dereck) aus den Staaten blieb laenger am Tisch sitzen als geplant :-)

Hampi war den Abstecher definitiv wert und der Ort hat mir gut gefallen. Das Dorf war wie eine kleine Oase mit all den Palmen in der ansonsten kargen Umgebung. Auch die riesige Anzahl an Tempel war eindruecklich, wenn auch nicht alle zwingend besucht werden muessen.

Einen Kommentar schreiben

(* diese Felder und das Kommentarfeld müssen ausgefüllt werden!