Kulturschock #2
Seit ein paar Tagen bin ich nun in Goa und so langsam habe ich meinen Kulturschock verarbeitet
Ich muss mich hier ernsthaft beklagen! NIEMAND hat mich darauf vorbereitet!!! Da hab ich doch extra ein Buch ueber die indische Kultur gelesen und nun hab ich doch tatsaechlich meinen zweiten Kulturschock…
Wieso? Weil ich im Zentrum des Pauschaltourismus gelandet bin
Was man hier nicht alles an Touristen sieht… Es ist definitiv eine andere Welt, als ich in den letzten drei Monaten gelebt habe. Dies zeigt sich einerseits an den Preisen, am Angebot aber auch an der Kommunikation… War es in den letzten Monaten sehr einfach, mit anderen in Kontakt zu kommen und ungezwungene Gespraech zu haben ist es hier doch etwas anders…
Langsam aber sicher arrangiere ich mich damit und amuesiere mich nicht schlecht, wenn ich sehe, wie die Pauschaltouris ueber den Tisch gezogen werden, weil sie keine Ahnung von den Preisen etc. haben – halt wie ich in den ersten Tagen drei Monate zurueck.
Kleines Beispiel? Ein Taxi fuer vier Kilometer kostet hier locker um die 200 Rupien, was im Schnitt 4x zuviel ist… In Mumbai bezahlte ich morgens um 2 Uhr fuer ca. 25 Kilometer/40 Minuten lediglich 280 Rupien. Somit habe ich nun immer mal wieder erbauende Diskussionen mit den Taxifahrern, aber am Schluss habe ich noch immer einen gefunden, der es zum offiziellen Preis von 12 Rupien/Kilometer macht (Der Preis steht ganz klein auf der Windschutzscheibe aber die meisten Touris haben wohl keine Karte, um die Distanz abzuschaetzen…) Ein organisierter Ausflug nach Hampi? Ca. 100 Pfund/8′700 Rupien. Selber Ausflug, aber selber organisiert kostet irgendwo zwischen 2′000 und 4′000 Rupien…
Der ganze Pauschaltourismus hat natuerlich auch positive Seiten:
Da mein bevorzugtes Hotel bereits ausgebucht war, kam ich bei deren Angehoerigen unter, die im ersten Stock ihres Hauses Zimmer vermieten. Da hatte ich echt Glueck! Die Familie ist sehr nett, das Zimmer gut und der Preis hervorragend! Das Haus liegt ca. 5 Gehminuten vom Beach entfernt und rundherum hat es Baeume und Palmen, Wildschweine und nachts ein paar jaulende Hunde. Zusaetzlich liegt es ganz im Sueden von Calangute und ist somit schoen ruhig. Mit all diesen Vorzuegen hab ich mich heute entschlossen, das Zimmer zu behalten bis Thomas am 9. Maerz hier in Goa ankommt. Werde also die naechsten Tagen mit suessem “Nichtstun” verbringen, was ganz schoen anstrengen sein kann
@ Goakenner: Yep, ich weiss, dass es auch noch ruhigere Straende geben wuerde, wo auch mehr Traveller sein wuerden, aber ich hab hier echt eine nette Unterkunft gefunden und somit mein eigenes kleines Paradies…