Networking in Mumbai

Vor einigen Wochen hat mir mein ehemaliger Studienkollege Marcel uber www.xing.com Nihar vorgestellt und heute hab ich ihn angerufen. Wir verabredeten uns fuer den Abend in seinem Shop zum Abendessen.

Nach 19.00 machte ich mich mutig auf den Weg zum Bahnhof und liess mich auf das Abenteuer Vorortszug in Mumbai ein – nachdem mir Nihar den Zug empfohlen hat (“it’s fun, you have to try it!” und das Taxi doch etwas teurer gewesen waere). Kurz noch im Reisefuehrer nachgelesen, wohin ich genau gehe und der Text ueber die Zuege war wiederum vielversprechend :-)

Als erstes war nun Ticketkaufen angesagt und das ging ganz flott und schnell. Nach der Lektuere in meinem Reisefuehrer habe ich mich dann aber fuer ein 1. Klasse Ticket entschieden – vorsichtshalber…

Mit Hilfe der Bahnhofpolizei hab ich dann auch meinen Zug recht schnell gefunden, fuer die 1. Klasse brauchte ich fast etwas laenger :-) Kurz vor Abfahrt fuellte sich der Zug nun immer mehr und spaetestens nach der zweiten Station war er gerammelt voll. Um eine Vorstellung davon zu bekommen, kann der geneigte Leser ein “volles” Zueri-Tram zur Weihnachtszeit nehmen und die Anzahl Passagiere verdoppeln. Die Tueren werden nun aber nicht geschlossen, da bei jeder weiteren Station nur fuer knapp 10 Sekunden gehalten wird – jep, in Mumbai ist man mit Ein-Aussteigen sehr effizient!

Da Mann sehr dicht gedraengt nebeneinander steht, gibt es sogar extra spezielle Abteile, wo nur Frauen rein duerfen – was ich nun auch absolut verstehen kann. Ob sich das 1. Klasse Ticket gelohnt hat, bin ich mir nicht sicher, vielmehr Leute koennen in der 2. auch nicht mehr gestanden sein (es gibt nur ganz wenige Sitzgelegenheiten).

Als Tourist habe ich sicherlich wieder ein schoenes Bild abgegeben (auf alle Faelle hab ich ein paar muede Laecheln erhalten). Einerseits war meine Zeitung in der Hand mehr als Nutzlos (und outete mich somit als Greenhorn…) und anderseits war ich doch sehr vom ganzen Geschehen beeindruckt.

Nach Ankunft ging es dann mit dem TucTuc weiter, allerdings erst 15 Minuten spaeter :-) Eine weitere ganz neue Erfahrung fuer mich in Indien: Es hatte nicht genuegend TucTuc’s!!! Mein Fahrer stellte sich dann aber als einer der verruecktesten heraus – er sang waehrend der ganzen Fahrt und Pfiff laut in den Verkehr hinein, was laut ihm ein schnelleres Fahren erlaube…

Beim Shop angekommen, wurde ich herzlich begruesst und mit einem Glas Rotwein willkommen geheissen. Ausser Nihar war noch seine Geschaeftspartnerin sowie ein weiteres Paaerchen anwesend was zu einem regen Austausch uber Networking, Xing, Ryze, Ecademy etc. fuehrte und natuerlich musste ich auch ausfuehrlich berichten, was ich in Indien schon alles gesehen habe.

Nach dem Libanesischen Essen (auch Inder essen nicht immer indisch…) ging das Gespraech ueber das indische Steuersystem und Immobilien etc weiter. Bevor es dann Zeit zum Aufbruch war, bekam ich noch eine Fuehrung durch den Shop (www.tribalroute.com) der echt super durchgestylt war und die Waren sehr ansprechend praesentierte! Da ich die coolen Stuehle und Tische leider nicht in meinem Rucksack transportieren kann, kaufte ich dann noch ein paar Raeucherstaebchen, Buecherzeichen und ein Notizbuch. Aber die Moebel waeren echt auch ein Schnaeppchen gewesen (verglichen, was wir dafuer in der Schweiz bezahlen).

Zurueck zum Hotel ging es nun nicht mehr mit dem Zug (nach 2 Uhr fuhren die nicht mehr :-) ) aber auch die Taxifahrt mit etwas Sightseeing war ein Erlebnis. Mein Fahrer sprach und verstand leider kein Englisch und konnte die Visitenkarte des Hotels auch nicht lesen (war nichts in Hindi drauf…Tip an Hotelmanager: Bitte Adresse auch in Hindi fuer den Taxifahrer ;-) ) Somit haben wir mein Hotel dann erst im vierten Anlauf erwischt..

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