Varanasi: Tag 3 – Tempel gesucht, Restaurant gefunden…
Eigentlich wollte ich ja heute keinen Rischkadriver mehr vor dem Hotel nehmen, aber ein sehr alter Mann folgte mir die ganze Zeit und wollte mich unbedingt herumfahren. Ueber Ziel und Preis wurden wir uns einige und somit konnte es losgehen. Irgendwann erzaehlte er mir dann, dass man den Tempel nicht besichtigen kann, keine Taschen, Mobiles, etc mitnehmen darf und da sowieso noch eine schoene Moschee sei… (er war Moslem) Nein ich wollte nun zum Vishwanath Tempel, um die goldenen Kuppeln zu sehen!
Die Fahrt zum Tempel nahm mehr Zeit in Anspruch, als ich dachte und mein Fahrer wurde immer mueder und mueder (ich hab ihn nicht nehmen wollen, weil er wirklich schon sehr alt war, aber er wollte unbedingt und irgendwie muss er sein Essen ja auch verdienen… Trotzdem bekam ich langsam Angst um ihn. Als wir das “Ziel” erreichten, gab er mir noch kurz eine Wegbeschreibung, damit ich die letzten Meter zu Fuss gehen koenne, da die Gasse zu eng wurde. Und siehe da, da war auch ein Tempel – ein kleiner zwar und nicht der gewuenschte, aber immerhin ein Tempel. Ich betrachte nun den Fahrpreise als Spende
Auf meiner Suche nach dem Ausgang aus diesem Labyrinth aus kleinen Gassen landete ich dann wieder an den Ghats und wollte mich einfach mal einen Moment in einem Restaurant setzen und was trinken. Die Wahl war gut, ich blieb vier Stunden und hatte ein interessantes Gespraech mit dem Besitzer ueber Indien, die Schweiz und meine weitere Reise. Klar, in vier Stunden hab ich nicht nur was getrunken sondern auch noch was zu essen bestellt…- was habt ihr auch anderes erwartet?
Als ich am Abend nach dem Essen meinen Schluessel an der Reception abholen wollte, folgte das naechste laengere Gespraech mit den zwei Maenner von der Reception. Zuerst musste ich ihr Munderfrischungspulver versuchen, das bedeutend besser schmeckte als die Blaetter in Khajuraho. Weiter ging dann die Diskussion ueber Indiens Probleme und Wiedergeburt bis wir beim Handlesen angelangt waren. Hmm, was soll ich dazu sagen… In zwei Jahren ein toller Job (ok, ich bleib wohl noch ein paar Monate laenger im Ausland, so bis 2009
) mit ca. 33 Jahren gesundheitliche Probleme (toll, dann hab ich meinen tollen Job erst 3 Jahre!) aber die Lebenslinie sei vielversprechend. Naja, wir werden sehen…
Auf alle Faelle war es ein Tag, wie ich ihn wirklich gebrauchen konnte! Die Goetter haben mich erhoert und ich Varanasi etwas mehr in mein Herz geschlossen, auch wenn ich die grosse Faszination mit den anderen Travellern nicht ganz teilen kann…