Verloren gehen in Jaisalmer

Jaisalmer hat recht verwinkelte Gassen und Strassen. Somit suchte ich mein Hotel regelmaessig und war jeweils froh, wenn ich wieder “nach Hause” gefunden hatte :-) Auch innerhalb des Fort war es wie in einem Labyrinth und so fand ich auch dort selten, was ich suchte… Dafuer wollten alle Shops irgendetewas verkaufen… Zu einem kleinen Kauf hab ich mich hinreisen lassen, da ich ein neues Buch brauchte.


Die Wahl fiel dann auf Holy Cow! von Sarah Macdonald’s. Es scheint ein sehr beliebtes Buch unter Travellern in Indien zu sein. Die ersten Seiten waren dann auch echt gut und viele Situationen kommen einem recht vertraut vor und man kann dem nur zustimmen! Als Vorbereitung fuer Idien sicherlich empfehlenswert! (oder falls ihr wissen wollt, was ich so erlebe… Sarah bringt es oft genau auf den Punkt! Zumindest in Englisch)

Meine Zeit in Jaisalmer verbrachte ich nun mit verloren gehen in der Altstadt und im Fort sowie mit lesen. Zu einem kleinen Ausflug in die Wueste hab ich mich dann doch noch hinreisen lassen – jedoch ohne Kamel! :-) Beim Tourist Centre hab ich eine Sunset-Tour mit dem Jeep zu den Sandduenen bei Sam gebucht. Fast puenktlich ging es in einem alten Jeep los zum naechsten Hotel um weitere Gaeste mitzunehmen.

Nun wurde der Platz etwas eng, da wir schon zu dritt hinten sassen und neben dem Fahrer nahmen drei Maenner aus Mumbay Platz. Die Familie mit drei Kindern wollten dann nicht zusteigen, worauf ein aelteres indisches Ehepaar zustieg. Als sie dann aber erfahren haben, dass sie 50 Rupien mehr bezahlten als wir, mussten wir wieder umkehren und sie verliessen uns wieder… Nach kurzem warten nahmen dann drei Schwestern im Jeep platz und es konnte losgehen! (Neben dem Fahrer drei Maenner, wodurch der Fahrer nur noch das halbe Steuerrad vor sich hatte, und hinten auf den Baenken ein Ehepaar aus Mumbay und ich auf der einen und die drei indischen Schwestern auf der anderen Seite! Es ist immer wieder erstaunlich, wieviele Passagiere in Indien in einem Bus, Auto, Jeep oder Motorrad platz finden!)

Nach etwas mehr als einer Stunde waren die knapp 40 Kilometer zu den Sandduenen geschaft und es war wie im Reisefuehrer beschrieben sehr sehr touristisch! Es hatte fast mehr Touristen als Sandkoerner auf den Duenen! Carweise wurden sie hierher gebracht, um den Sonnenuntergang zu sehen!

Nach dem Sonnenuntergang war es dann Zeit fuer die Rueckreise und so haben wir leider die Daemmerung in der Wueste nicht richtig geniessen koennen… Dafuer musste ich aber auch kein Kamel reiten! :-) Was wirklich ein Vorteil war, denn am Abend gab es in meinem Hotel nur kalte Duschen! Nur am morgen war warmes Wasser erhaeltlich, dann wurde unter dem Wasserkessel ein Feuer gemacht und das Wasser war nicht mehr so kalt…

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