Visa Run nach Burma

Wie die Zeit doch vergeht… Schon wieder bin ich vier Wochen in Thailand und somit ist mein Visum schon wieder aufgebraucht! Wie soviele, die hier in Thailand leben und reisen, machte ich mich heute deshalb auf Richtung Norden für einen Visa Run nach Burma.

Eigentlich wollte ich mit dem öffentlichen Bus nach Mae Sai und dort über die Grenze gehen. Micha, der Besitzer des Guesthouses wo ich zur Zeit logiere, fragte mich dann gestern Abend, ob ich bereits ein Busticket hätte. Natürlich nicht, das wollte ich dann gleich morgen vor Abfahrt kaufen, so wie ich das (fast) immer mache.

Zum Glück hab ich mit Micha darüber gesprochen, anscheinend passiere es öfters, dass die Busse auf zwei Tage im Voraus ausgebucht sind. Sein Vorschlag war dann, mit einer organisierten Tour mitzugehen. Als Abends um 21.00 noch in ein “Reisebüro” :-) .

Oft werden solche Visa Runs angeboten, nun hatte ich aber das Glück oder Pech, dass heute keiner stattfand. Dafür aber eine Tour zum Goldenen Dreieck, bei dem ich die Möglichkeit haben sollte, über die Grenze zu spazieren. Also hab ich halt diesen Minibus gebucht – war wohl etwas teurer, aber dafür holten die mich auch gleich beim Guesthouse ab und ich konnte mir das TucTuc zum Busbahnhof und zurück sparen. Zudem war das Grüppchen ganz ok. Neben mir machte noch Marissa einen Visa Run. Der Rest waren “ganz normale Touris” :-) Ein Rentnerpärchen aus Australien, Jon aus England, sowie je ein Paar aus Hong Kong und England.

Nach dem Pick-up ging es zuerst zu ein paar heissen Quellen. Die klangen am Abend davor beim Reisebüro eigentlich ganz spannend, waren dann aber eine rechte Enttäuschung… Es roch etwas nach Schwefel und blubberte etwas – dafuer wurde mal wieder viel Ramsch verkauft. Ich konnte mir den Kommentar gegenüber Marissa und Jon nicht verkneifen, ob da wohl gar keine Quellen seien, sondern jeden Morgen einer unter die Erde muss und ein grosses Feuer macht, da man uns dort ja nichts hätte verkaufen können…

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Vorbei an Reisefeldern ging die Fahrt weiter Richtung Norden und wurde bei einem Tempel kurz unterbrochen. Sehr speziell war er eigentlich nicht, aber wie waren wohl alle Dankbar für eine kleine Pause. Zudem gab sich der Tourleader mit seiner kurzen Tour echt Mühe und erzählte für Tempelneulinge sicherlich das eine oder andere Wissenswertes.

Nächster Halt war dann das Goldene Dreieck. Hier hätten wir die Möglichkeit gehabt, in einem Tag drei Länder per Boot zu Besuchen (Thailand, Burma, Laos) – China war mit ca. 150 Km etwas zu weit weg ;-) Das klang eigentlich ganz verlockend, bis mir in den Sinn kam, dass wir das in der Schweiz doch eigentlich ganz einfach machen können… Für die Insulaner aus Australien und England war es etwas anders und so machten sie den Bootstrip.

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Jon, Marissa und ich entschieden uns dafür für einen kleinen Spaziergang bis zum nächsten Treffpunkt, wo die Bootsgruppe wieder zu uns stossen würde. So hatten wir auch für das eine oder andere Gespräch Zeit und schossen noch ein paar Fotos.

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Als die ganze Gruppe wieder zusammen war, brachte uns der Fahrer zum Hotel, wo wir unseren Lunch bekamen – jep, das Buffet war im Preis auch gleich mitdabei! Der Trip wird noch richtig Preiswert!

Nun war es Zeit für den Spaziergang über die Grenze, schliesslich schloss die in zwei Stunden und heute war der letzte Tag von meinem Thai-Visum! Vom Rest der Gruppe wollte niemand rüber nach Burma und so haben Marissa und ich das Abenteuer alleine gewagt. Zuerst bei den Thailändischen Behörden den Pass abstempeln lassen, dann ein paar Meter gehen und die Strassenseite wechseln (Burma hat ja Rechtsverkehr… – zum Glück überqueren nicht viele Autos die Brücke, das gäbe sicherlich ein nettes Durcheinander…) und bei den Burmesen den Pass abgeben, ein Formular ausfüllen, Foto machen lassen (die haben dafür extra eine Wencam!) und 500 Bath bezahlen. Dafür haben wir dann einen neuen “Pass” erhalten, mit dem wir uns zwei Wochen in Burma hätten aufhalten können.

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Kaum beim Burmesischen Zoll raus, begannen auch schon etliche Männer uns Ausflüge, Zigaretten, blaue Pillen etc. zu verkaufen – und das massiv aufdringlicher (oder netter gesagt: motivierter) als die Thais. Gekauft haben wir allerdings nichts, da unser Guide so die eine oder andere Story über den “Grenzhandel” erzählte: Zigaretten sind Fälschungen, bei den CDs seien zum Teil Drogen versteckt, etc… und für blaue Pillen hab ich keine Verwendung. Also haben wir uns fünf Minuten auf der Burmesischen Seite umgeschaut und uns auf den Rückweg gemacht.

Diesmal mussten wir zuerst bei den Burmesen unseren temporären Pass abgeben und haben dafür wieder unseren eigenen bekommen und anschliessend wieder bei den Thais ein Visum beantragt. Diesmal haben sie mir sogar einen fetten Warnhinweis in den Pass geheftet und sogar noch eine Brochure mitgegeben – ich bekomme also kein Visum mehr an der Grenze, wenn ich diese 30 Tage aufgebraucht habe. Will/muss ich nochmals nach Thailand, muss ich jetzt bei einer Thailändischen Botschaft ein Visum beantragen…

Auf dem Rückweg nach Chiang Mai haben wir noch bei einem Hill Tribe halt gemacht. Das “Dorft” war touristisch ganz praktisch – da war nicht nur ein Tribe nein gleich drei (!) verschiedene Völker… und die wollten natürlich auch alle was verkaufen, dafür durften wir auch Fotos machen. Zu grossen Gesprächen ist es aufgrund der sprachlichen Probleme nicht gekommen. Aber mit Händen und Füssen ging es und so hab ich doch für jedes Foto die Einwilligung bekommen – oder die Person sonst nicht fotografiert. Was für mich interessant war, war die Tatsache, dass fast alle recht überrascht waren, wenn man ihnen das Foto anschliessend zeigte. Anscheinend machen das nicht viele Touristen, denn das Dorf war “gut besucht”. Alleine in der Zeit als wir dort waren, waren noch drei andere Gruppen dort…

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Der Tag war lange aber doch war es alle in allem eine gute Tour. Auch wenn es recht touristisch war, hab ich so sicherlich mehr gesehen und es war kurzweiliger als mit dem öffentlichen Bus.

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