Von Mandu nach Bundi

In Mandu verliessen wir unser nettes Hotel um 14.00 um noch „im Zentrum“ was zu essen, bevor wir ca. 3 Stunden im Bus sitzen wuerden. Kurz vor 15.00 eroberten wir dann unsere Plaetze im Bus und ich verstaute meinen Rucksack in einem grossen Plastiksack im „Kofferraum“ des Buses (beim letzten Mal war mein Rucksack mehr als nur staubig…)

Der Bus stellte sich als wenig komfortabel heraus, da die Sitze sehr nahe bei einander waren – ich werde mich nie wieder bei einer Airline beschweren! Mit Mueh und Not brachte ich meine Beine zwischen die Sitze und strapazierte meine Kniescheiben. Mit ueber 160 cm ist man wohl einfach zu gross fuer Indien 🙂 Nach etwas mehr als 30 Minuten war der Bus dann aber nicht mehr soo voll und ich konnte meine Beine Richtung Gang ausstrecken.

Nach 2 Stunden erreichten wir wieder Dhar und wurden sofort wieder in Beschlag genommen: „where are you from? What’s your Name? Chocolate please!….“ nach ca. 30 Minuten ging es weiter nach Indore ueber weiterhin sehr staubige und rumplige Strassen. Das ganze wir durch ein lautes Hupkonzert der Lastwagen etc. begleitet und es scheint fast, Vorfahrt hat derjenige, mit der lautesten Hupe.

Irgendwann waren wir dann in Indore am Busbahnhof und versuchten wiederum ein TucTuc zu bekommen, um zum Zugbahnhof zu gelangen. Dort angekommen waren aber leider keine Plaetze mehr verfuegbar. Ein freundlicher junger Mann des indischen Militaer hatte das selber Problem und nahm uns mit zum naechsten Busbahnhof und half uns dort ein Ticket zu bekommen. Wir waren echt froh, dass er dabei war – von ueberall bestuermte man uns und wollte uns irgendwelche Tickets von privaten Busunternehmen verkaufen. Ein undurchschaubares Durcheinander fuer uns! Wir entschieden uns dann fuer den staatlichen Bus und „freuten“ uns auf weitere Stunden sitzend im Bus zu verbringen 🙂

Bevor es bereits Zeit fuer die Abfahrt war, hatten wir gerade noch die Moeglichkeit auf’s WC zu gehen und eine Flasche Wasser zu kaufen. Mit Muehe fand ich einen Platz fuer meinen etwas grossen Rucksack und konnte ihn anketten. Nun war definitiv der richtige Augenblick gekommen, um die Weihnachtsguetzli meiner Familie zu verspeisen!!! Merci vielmal! Sie waren ausgezeichnet! Allerdings war ich recht froh, dass Natalya einen Loeffel dabei hatte – die wenigsten waren noch in einem Stueck 🙂 Lecker waren sie aber trotzdem!

Der Busbegleiter war sehr um uns besorgt und nach ca. einer Stunde (als die ersten den Bus wieder verlassen hatten) begann er die anderen Passagiere umzuplatzieren um uns je eine 3er Reihe freizumachen! Das wollten wir aber auf keinen Fall, da wir ja nicht mehr bezahlten als die anderen! Am Schluss haben wir uns dann durchsetzen koennen.

Die Fahrt war recht amuesant, da hinter uns noch eine Familie sass und ihre 8-monatige Tochter sichtlich Freude an uns hatte. Der Busbegleiter versuchte uns noch das Zaehlen von 1 bis 10 beizubringen (ich Sprachgenie habe das meiste schon wieder vergessen…) und am Schluss wollte er dann wissen, wieviel ich verdiene – da war mein Englisch dann ploetzlich ganz schlecht und ich sehr muede. Er haette es wohl nicht verstanden und vorallem nur den Lohn gesehen und von den hoehren Lebenshaltungskosten nichts wissen wollen…

Wie die Inder versuchten auch wir irgendwie im Sitzen, liegen oder sonst wie zu schlafen… Wirklich erholt waren wir am naechsten morgen auf alle Faelle nicht… Dafuer etwas durchgefrohren…

Um 6.00 sind wir in Kota angekommen und „mussten“ aussteigen. Als wir all unser Gepaeck draussen hatten, fragte uns der Fahrer wo wir denn jetzt hin wollen und wir antworteten artig, dass wir nach Bundi wollen. Tja, unser Bus fuhr auch nach Bundi und so verstauten wir unter erstauten Blicken der Inder wieder unser ganzes Gepaeck im Bus… Dabei hatten wir vor Stunden schon gesagt, dass wir nach Bundi wollen. Na Danke…

Um 7.00 erreichten wir dann Bundi und ich war echt froh, dass ich nicht mehr im Bus sitzen musste! 16 Stunden ist einfach eine echt lange Zeit!

3 Gedanken zu „Von Mandu nach Bundi

  1. Pingback: Im Ausland, da kannst Du was erleben erfahren - MBlog! - Marcel Widmer

  2. Michael Beitragsautor

    Also der Fahrstil kommt bestens hin 🙂 Nur musst Du dir im Normalfall ca. 3x soviele Autos, TucTuc’s etc vorstellen… Tja, und immer schoen Hupen, damit nichts passiert 😉

Schreibe einen Kommentar